So ist es.

Es ist nun schon einige Wochen her, als ich die Diagnose MS bekam.

Natürlich herrscht da noch immer dieses seltsame Gefühl in mir, welches ich nicht richtig beschreiben kann. Was ist morgen? Nächste Woche? Nächsten Monat? Wie sieht mein Leben in einem Jahr aus? Kann ich dann noch laufen, werden die Sprachblockaden noch schlimmer?

Die Tatsache, dass diese Krankheit schon seit elf Jahren in mir wütet, und es Niemandem auffiel (mir am wenigsten) ärgert mich sehr. MS ist zwar noch immer nicht heilbar, aber eine Basistherapie hätte meinen Verlauf positiv beeinflussen können, dafür ist es nun zu spät.

Angst habe ich nicht direkt, es ist eher ein Unwohlsein. An manchen Tagen denke ich überhaupt nicht dran, an anderen Tagen werde ich knallhart daran erinnert, dass ich unheilbar krank bin.

Taube Finger, die permanente taube linke Seite hüftabwärts oder die ständige Abgeschlagenheit (Fatique) gehen mir zwar auf die Nerven, sind aber (für mich) nicht so schlimm, wie die Tage, an denen ich kaum laufen kann und Schmerzen den Alltag bestimmen.

Aber, so ist es nun mal. Ich kann es nicht ändern, und möchte das Beste aus allem ziehen und machen. Niemand kann mir mehr unterstellen, ich sei eine Simulantin oder würde mir die Beschwerden nur einbilden. Am liebsten würde ich den Ärzten, die so etwas zu mir sagten, mitteilen, was bei mir los ist.

Interessieren würde sie es wohl eh nicht. Also spare ich diese Energie und verwende sie für andere, sinnvolle Vorhaben.

Nächsten Montag wissen wir mehr; ob auch im Rückenmark Läsionen vorhanden sind, oder ob zu den 10 Läsionen, die in meinem Kopf „wohnen“, noch welche in den letzten 3 Monaten hinzugekommen sind.

Aufgeregt bin ich, das ist eine fiese Sache. Aber hinterher ist man schlauer und auf dem neuesten Stand. Hat ja eigentlich nur Vorteile.

So ist es eben.

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2 Gedanken zu “So ist es.

    • Liebe Uschi,

      danke für Deine Worte.
      Es freut mich sehr, zu wissen, dass Ihr am anderen Ende der virtuellen Strippe sitzt, Euch meine Gedanken zu Gemüte führt und daran teilhaben wollt.

      Nun sind wir also „blog-Schwestern“ – das hat was 🙂

      Liebe Grüße in die Ferne!

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