Licht an.

Knall, Klick & Wusch die zweite.

An diesem Mittwoch bin ich doch wesentlich entspannter zur radiologischen Praxis gefahren, als am Montag davor.

Der Zustand änderte sich leider, als ich eine gute halbe Stunde auf den Start der Aufnahmen warten musste. Ich saß auf dem Stuhl im Wartebereich, hibbelte herum und hatte mal wieder die typischen Fluchtgedanken.

Voll mit Bachblüten wurde ich allerdings ruhiger und entspannter. Um dem Kältegefühl auszuweichen nahm ich mir eine lange Unterhose mit, die ich glücklicherweise dann auch anziehen durfte, da ja kein Metall daran vorhanden.

Quietschegrün wie ein Laubfrosch und in 2 dicke Pullis gemuckelt legte ich mich auf die schmale Pritsche. Die Schwester war unheimlich lieb, als ich nach 10 Sekunden die Notklingel „ausprobierte“ (ich vergaß, meine Ringe abzulegen), fragte sie mich, ob sie mir jeweils viertelstündlich die Zeit durchgeben solle. Ich verneinte in der Hoffnung, vielleicht einzuschlafen und einfach mal die Aufnahmen zu verpennen.

Das passierte leider nicht, aber ich hatte längst nicht ein so beklemmendes Gefühl wie sonst, da mein Kopf diesmal in keiner Fixierung steckte. Außerdem fand ich mich besser in den Rhythmus der Knall-, Klick- und Wuschgeräusche ein, summte einfach ein wenig mit und machte innerlich 3 Kreuze, als die nette Dame über den Lautsprecher sagte, dass Alles im Kasten sei.

Erleichtert und ein bisschen stolz zog ich mich an und setzte mich in den Wartebereich. Nach 15 Minuten bekam ich alle Bilder auf CD.

Zuhause angekommen knutsche ich den Hund, huschte vorbei am Mann und setzte mich an den PC. Oha, die linke Lunge war leicht entzündet (kein Wunder, ich quietsche seit einer Woche wie ein Blasebalg), der Bandscheibenprolaps war nach wie vor sehr ausgeprägt und leider waren auch in der BWS sowie LWS Läsionen zu erahnen.

Ein länglicher, weißer Fleck neben dem Brustbein macht mir echt Sorgen.

Was ist das, verdammt? So übe ich mich wieder in Geduld, bis ich Dienstag bei (m)einem Neurologen alle offenen Fragen stellen kann und vielleicht (endlich) ein wenig Klarheit bekomme.

Der Gedanke, dass das MRT-Prozedere nun alle paar Monate zu meinem Leben dazu gehört finde ich nicht so berauschend. Aber das Wissen, dass dort so unheimlich nette Menschen rumspringen hilft mir dabei, nicht allzu panisch zu werden.

Und eigentlich hat das warme Licht in der Röhre sehr gut getan…war irgendwie  angenehm, fast schon gemütlich, gerade wenn es draußen so grau in grau ist. Wäre es in dem Ding nicht so kalt, könnte man sich fast einreden, unter einem etwas größeren und lauteren Solarium zu liegen.

Musik ab, Licht an!

 

 

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