Das ist los.

Entstressen, entschleunigen.

Der folgende Text wird so aufgeschrieben, wie er in meinen Kopf und wieder heraus purzelte.

Ich will nicht gemein sein, aber leicht gestrickte Menschen kommen mit dummen Menschen, gemeinen Menschen, negativ provokativen Menschen besser zurecht, als Leute, die sensibel, hochsensibel, überdurchschnittlich empathisch und so grübellaunig sind, wie ich.

Grübellaunig, gefällt mir. Und ich würde übrigens sehr gerne Stricken lernen.

Nehmen wir als Beispiel eine ehemalige Nachbarin. Jeden Tag, und es war jeden Tag, es wurde schon unheimlich, wenn Folgendes nicht jeden Tag vorkam, bekam ich irgendeine Stichelei an den Kopf geknallt.

Stichelei ist nett ausgedrückt. Es waren Kommentare und Beleidigungen, die man gefühlstechnisch nicht mehr in Worte fassen kann. Dafür gibt es keine Worte. Nur Beleidigungen, und ich bin ja nicht so. Ich schaffe es nicht , diese aufzuschreiben, weil ich sonst in das damalige Hassgefühl zurückfalle.

Und dazu habe ich gerade eben keine Lust. So.

Es wurden teils Fragen gestellt, deren Antwort jedes Kind wusste. Aber als ich (so bescheuert, wie ich war) antwortete,  kam noch die mit einem hämischen Grinsen gestellte Nachfrage: „Ach, wiiirklich?“

Kennt Ihr solche Leute? Oder habe ich da eine besondere Anziehungskraft? Mal ehrlich, ich wäre erleichtert, wenn Ihr solche Leute kennt.

Ein wichtiger Mensch in meinem Leben sagt mir jedes Mal auf’s Neue, wenn mir so etwas passiert, dass das Prüfungen sind. Prüfungen, die dazu da sind mir beizubringen (nein, mir in den Kopf zu prägen), Grenzen aufzuzeigen. Und nicht erst dann, wenn diese längst überschritten wurden.

Ich glaube, andere Menschen benötigen nicht einmal Worte dafür, sondern da reicht schon eine gewisse Körperhaltung. Ablehnend, blockend, distanzierend, warnend.

Dann stelle ich mich doch mal vor den Spiegel und übe das. Lachkrampf, oh lieber Lachkrampf, geh vorüber.

Ernsthaft jetzt. Mir ist klar, dass solche Menschen, große und schwerwiegende Probleme haben und diese wahrscheinlich, höchstwahrscheinlich, nicht bewältigen können oder wollen. Oder sie wissen gar nichts von ihren Problemen.

Ich mache mir wohl selbst viel mehr Gedanken um diese hinterlistigen Tischlein-deck-dich-ach-ne-deck-dich-doch-nicht-was-macht-n-der-tisch-hier-kobolde, als die selbst.

Grenzen aufzeigen, bevor sie gebrochen werden. Ein großes Thema. So groß, dass es manchmal schon wieder einfach untergeht, indem es alles umhüllt. Und zack, ist man in seinem eigenen, unbegrenzten Grenzsalat gefangen.

Jetzt hab‘ ich Hunger. Ihr wisst aber, was ich meine?

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s