Immer wieder.

In der vergangenen Woche bekamen wir ziemlich miese Nachrichten, zwei an der Zahl.

Eine wendete sich zum Guten, uns fielen Steine vom Herzen, denn die Bestätigung der schlimmen Nachricht hätte eine erneute, schlimme Krankheit eines Familienmitgliedes bedeutet.

Die andere Nachricht bestätigte sich, und haute mich um. So sehr, dass nicht nur meine Rückenschmerzen schlimmer wurden, so dass ich dachte, das Krankenhaus ruft einmal wieder nach mir, sondern es entstand ein handfester Schub.

Seit heute morgen sind eine Schädelhälfte und diverse Stellen am restlichen Körper taub, mir ist dauer-übel, ich habe starke Probleme flüssig zu laufen, und Kollege Tinnitus meldet sich mal wieder lautstark.

Diese Nachricht bedeutet für uns eine erneute Lebensumstellung, eine Suche, ein Hoffen, Arbeit, Aufwand, Zittern, Anspannung, Druck, Angst.

All das kann nicht einmal ein gesunder Mensch in solch einem Ausmaß gebrauchen. Was soll ich sagen…

Es ist wie immer. Hätte man mir gesagt, dass genau diese Situation schneller als schnell eintritt, wäre ich vor Stress und Panik erstarrt. Nun ist sie da. Und ich muss irgendwie damit umgehen. Tränen flossen, der Körper und der Geist schalteten sofort die Signalleuchten an.

Man fragt sich, warum manche Menschen Spaß daran haben, andere derart zu schikanieren, zu provozieren und zu mobben.

Und dann ist da die Frage nach der Gegenwehr, der Verteidigung. Die ist hier sozusagen zwecklos, weil man am kürzeren Hebel sitzt. Und weil man das, was passiert, einfach nicht noch länger mitmachen und erleben will, kann, soll.

Also schaffe ich auch das. Irgendwie. Mit Einbußen, ein wenig Schwund hier und da, und dem noch wackeligen Gefühl, an diesen Dingen langsam aber sicher zu wachsen.

Und auch dieses Schlimme hat etwas Schönes. Der Mensch, auf den ich mich so sehr verlassen, stützen kann, sicherer als auf jeden besten Freund, inniger als auf jeden geliebten Ehemann.

Und selbst wenn es das ist, was diese Lektion uns sagen will „Du kannst Dich auf mich verlassen, ich bin da“, gehen wir den Neustart als solchen an.

Altes hinter sich lassen, Neues begrüßen.

Tschüß blöd, hallo schön.

Hoffentlich, endlich.

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