Um uns herum.

Als ich vor kurzem im MRT lag und innerlich zum Takt mitsummte und -wippte, wunderte ich mich plötzlich darüber, wie cool ich war.

Es gibt ja bekanntlich immer Schlimmeres als das, was einem gerade passiert. Immer könnte das Schicksal, der Zufall, Gott oder an wen oder was auch immer wir glauben, einen drauf setzen und uns sowie unsere Geduld, unsere Disziplin und das Durchhaltevermögen herausfordern.

Das, was noch kommen könnte, wird aber egal, wenn wir die für uns großen (riesigen) und bislang schier unmöglichen Herausforderungen meistern, durchhalten, aushalten und bewusst erleben, wahrnehmen und verarbeiten.

Dies & Jenes traut man sich nicht, man mag sich gar nicht vorstellen, wie es wäre, Dies & Jenes erleben zu müssen, nein – wie schrecklich. MIR passiert so etwas nicht. ICH werde das nicht erleben. SOWAS erleben immer nur die anderen.

Die anderen – wer ist das? Für die anderen bin ich die andere. So einfach ist das. Oder so kompliziert. Denn wer an den Zufall glaubt, aber zu den berühmt-berüchtigten Pechvögeln dieser Gesellschaft gehört, glaubt eventuell auf kurz oder lang an gar nichts mehr, als an die „Allgemeine Unglücksrabenvereinigung“. Oder so.

Kann ja Alles nur besser werden. Könnte man denken, wenn die Zeit, unsere Zeit, unendlich wäre und wir diese ebenfalls unendlich oft herausfordern dürften, egal ob das Schicksal seine Finger im Spiel hätte, durch irgendeinen Gott gegeben oder eigenhändig an der Uhr zurückgedreht würde. Egal wie oft.

So aber, und das machen wir uns einfach nicht bewusst, bleibt uns ein bestimmter Rest an Sekunden, Stunden, Tagen, vielleicht Jahren oder Jahrzehnten. Und wie schön ist es, sich bewusst zu machen, dass wir (Schicksal / Zufall/ Gott / Hinz & Kunz sei Dank) diese Sekunden, Stunden, Tage, Jahre und Jahrzehnte zum Großteil selbst kreieren, bestimmen, ändern und für uns und andere verwenden können.

Jeder kleine Schritt, jede kleinste Bewegung, jedes Lächeln beginnt mit der Idee, der Emotion, dem vielleicht nur vagen Gefühl, genau das zu tun. Gehen, bewegen, lächeln. Durch unsere eigenen Schritte können wir so viel bewegen, und uns sowie anderen ein Lächeln schenken.

Horchen wir doch einfach mal ins Nichts, wenn wir im Bett liegen. Eine Traumreise kann auch stattfinden, während wir wach sind. Und träumen hat noch Niemandem geschadet.

Wer weiß, wer oder was uns begegnet. Seien es neue Erkenntnisse, Gedanken oder ein Eingeständnis für ein Gefühl, welches wir bisher immer leugneten.

Manche Texte denkt man nicht, die fühlt man. Und hofft, dass sie richtig sind.

Und einfach gut.

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