Dicke Backe.

Ich bin genervt.

Zahnschmerzen sind doch so was von hinterhältig, böse, nervig, autschig und….ja, ich weiß, wichtig.

Montagmorgen habe ich glücklicherweise einen Termin bei meiner tollen Zahnärztin (die ich jedem Angstpatienten wirklich empfehlen kann! ). Und sie, diese Zahnschmerzen, suchen sich bei mir als Beginnertag immer den Freitag aus – warum auch immer.

Vielleicht denken die: „Hey, wenn die uns schon so erfolgreich ignoriert und runterspielt, dann versauen wir ihr wenigstens das Wochenende.“

Tja, liebe Zahnschmerzen, SO schlimm seid Ihr (vielen Dank dafür!) diesmal nicht. Noch nicht.

Bitte an Euch: Haltet Euch bis Montag so gering wie möglich, am Wochenende ist doch mal einiges geplant, jedenfalls morgen. Wenn Ihr am Sonntag meint, Trara machen zu müssen, bitte…bitte. Aber nicht morgen. Bitte…bitte.

‚Nen dicken Hals habe ich (mal wieder) in Bezug auf Mitmenschen, die ihren ganzen Frust, ihre ganzen Aggressionen, ihren ganzen Unmut nach außen tragen, sich als Ventil umherlatschende, in diesem Sinne in der Tat unschuldige Leute aussuchen.

Heute war ich mal wieder eines dieser Ventile.

Auf die heutige Situation möchte ich nicht eingehen, vielleicht später einmal, aber das brodelt noch zu sehr, ich bin verletzt.

Kann aber ein ähnliches, bereits länger zurückliegendes Beispiel nennen. Da war ich mit den Hunden unterwegs, an einem Tag, an dem meine Gehfähigkeit miserabler als doof war.

Ich humpelte so über die Straße, an der Straße lang…und einer meinte, mich „behinderte Ziege“ nennen zu müssen.

Alle guten Zusprachen, Floskeln, beruhigende, nette Worte nützten nichts. So etwas verletzt mich zutiefst.

Wenn sich Jemand über meine Figur lustig macht, kann ich mittlerweile gut damit umgehen. Oder über meine krumme Nase, die dünnen Haare…macht nur.

Aber mich, bei einer meiner stärksten Schwächen, die ich selbst, jeden Tag auf’s Neue, Stück für Stück selbst erst verarbeiten muss, annehmen lernen muss und will…verbal packen zu müssen – das haut mich, ebenfalls jeden Tag auf’s Neue, einfach nur aus den Socken.

Und das sind diese Momente, in denen es mir völlig fern liegt, an das Gute in jedem Menschen glauben zu wollen.

Wie geht es Euch mit diesem Thema?

Ich wünsche Euch, ob mit oder (hoffentlich) ohne dicke Backen, ein schönes, entspanntes, angenehmes Wochenende.

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2 Gedanken zu “Dicke Backe.

  1. Liebe Mone,
    das kann ich dir komplett nachfühlen. Und oft, wenn man dann so eine Geschichte jemanden erzählt, erhält man den Tipp: „Ach, hör nicht drauf, mach dir nix draus, da rein – da raus..“ Aber – wie immer – ist das leichter gesagt als getan und wenn derjenige umgekehrt in deiner Situation wäre, würde er dann genau diesen Tipp geben?
    Mich würde es genauso verletzen, aber im Grunde haben Menschen, die so etwas sagen, einfach nur ein dickes Problem mit sich selbst. Natürlich ist einem das in genau dem Moment des Kommentars nicht klar.
    Ich würde selbst gerne diesen Trick herausbekommen, wie man seine Ohren in solchen Situationen auf Durchzug schaltet.. also falls jemand einen hat 🙂
    Liebe Grüße!
    Sabine

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