Bäh.

Das Wochenende war ein bunter Mix aus Auf’s und Ab’s.

Dingenskirchen.

Das Lernen und Zusammensein mit Gleichgesinnten und lauter empathischen Menschen war wunderbar, spannend und wie immer sehr erkenntnisreich.

Auch, wenn mir der Samstag irre lang vorkam, habe ich ihn sehr genossen.

Gegen Ende war ich ziemlich erschossen, zu Hause angekommen merkte ich, dass das Uhthoff-Phänomen mir nicht unbedingt einen entspannten, restlichen Tag gönnen will.

Gleichgewichtsstörungen, die ich vorher so nicht kannte, stellten sich mir vor und übernahmen kurzerhand das Kommando.

Roman streckte schon immer vorsichtshalber seine Hände aus, wie bei einem kleinen Kind, das beim Laufen lernen eventuell umfallen könnte.

Die Nacht war so la la. 8 neue Mückenstiche, die ich aber dank meiner elektrischen Fliegenklatsche sehr befriedigend rächen konnte.

Früher Morgen.

Die Zusatzdiagnose des letzten MRTs zeigte sich plötzlich in voller Größe.

Da das Knotenmonster in meiner rechten Kieferhöhle zum 3. Mal gewuchert ist, bekomme ich extrem schlecht Luft. Durch die Nase atmen gelingt mehr schlecht als recht. Infolgedessen setzte zu meinen Gleichgewichtsproblemen auch noch ein fieser Drehschwindel ein.

Zudem Nasenbluten.

Und Kopfschmerzen.

Die den Trigeminus weckten und ihn motivierten, doch auch mitzufeiern.

Ängste.

Überforderung.

Leichte Anflüge einer diffusen Panik.

Heulkrampf.

Und dann…eine beruhigende Stimme, ein kurzer Moment des Anlehnens an eine noch nicht allzu bekannte, aber irgendwie sehr vertraute Schulter brachte mich wieder runter.

Tränen trocken trocknen.

Panik weg.

Überforderung weg.

Angst weg.

Rest noch da, aber ich wusste damit umzugehen.

Ich war wieder bei mir.

Auf dem Heimweg begann das Kribbeln in den Fingerspitzen und den Füßen.

Zuhause angekommen drehten wir mit den Hunden eine Minirunde am See – was für ein göttliches Gefühl, die Füße ins kalte Wasser legen zu können! Ein Königreich für Fußerfrischungsmaßnahmen!

Wieder zu Hause.

Man könnte doch mal wieder etwas mehr im Garten tun.

„HEY! HIER! ICH“, schrie das Gleichgewicht, welches keines mehr war. So beschissen schwer fiel mir das Treppensteigen noch nie. Diese eine, verflixte, nicht allzu hohe Treppenstufe vorm Haus. Das darf doch nicht wahr sein.

So ein verdammter Scheiß!

Eine Stunde später.

Ich besinne mich darauf, was ich in all den letzten Monaten und Jahren lernte.

Wenn ich den Ton angeben will, muss ich eine Melodie im Kopf haben.

Oder so.

Also: runterfahren. Kurs, See-fast-naja-fast-fast-umrundung UND Garten waren vielleicht ’n büschn viel, was?

Hunde knutschen, Hunde knuddeln.

Von den Hunden abgeschlabbert werden.

Vom Sitzsack fallen, weil Hunde denken, ich sei auch einer.

Wasser in Wäschewanne, Füße rein (Hunde auch).

Nun sitze ich hier, das Kribbeln geht in eine Taubheit über, die mir langsam den Rücken hochkriecht.

Mal gucken, wie meine Woche so beginnt.

Genervt bin ich noch immer.

Aber ich hab so ein schönes Gedankenpaket vom Wochenende bei mir…so schlimm wird’s sicher nicht.

Heute finde ich auch kein richtiges Schlusswort.

Sorry.

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