Eulenleben.

Eine ganze Zeit lang schaffte ich es, relativ früh ins Bett zu gehen; jedenfalls für meine Verhältnisse früh.

Diese Zeit ist jetzt gerade einmal wieder vorbei. Ich gehe meistens zwischen zwei und drei Uhr morgens ins Bett, schlafe allerdings nicht bis in die Puppen. Dafür aber tief, was ich als wertvoller halte, als 10 Stunden im Bett vor sich hin zu dösen und währenddessen keine richtige Erholung zu genießen.

Nuja, also.

So geistere ich durch die Wohnung, ordne meine Bücher zum x-ten Mal, gucke den Hunden völlig hingerissen und hoffnungslos verknallt beim Schlafen, Schnarchen und Furzen zu, kritzele hier und da mal einen Brief zusammen, liege einfach nur erschöpft irgendwo irgendwie rum, schaue mir höchst interessante Videos auf youtube.de an, höre Musik und lese Blogs von anderen Menschenwesen.

Heute Abend haben Roman und ich uns zusammen den Film „Türkisch für Anfänger“ angeschaut. Erst kürzlich im Ersten gesehen, dann die DVD gekauft. Großartig! Wer stöbern mag:

https://www.facebook.com/tfa.film?fref=ts

Bin mit größter Wahrscheinlichkeit der schlechteste Filmkritiker aller Zeiten, und schaue mir sonst auch eher „andere“ Filme an, aber Elyas M’Barek und Co. haben mich voll und ganz gekriegt. Wir haben teilweise brüllend vor Lachen auf’m Sofa gelegen, das tat soooooo gut. Wenn man wegen Romans lauter Lache nix mehr vom Film versteht, isser richtig lustig. Also, beide. Roman und Film. Verstehse? Giggel.

Am Wochenende waren meine Eltern zu Besuch. Samstag fuhr ich mit meiner Mum zu IKEA, sehr lange war ich nicht mehr dort und freute mich so irrsinnig aufs Stöbern. Kurz und knapp: es war OKAY. Okay, es war eher ’ne kleine Katastrophe. Ja, kehr. Eine mittelschwere.

Ich fühlte mich in diesen drängelnden und grummelnden, total gestressten Menschenmassen unwohl, bekam arge Gleichgewichtsstörungen und meine Hände und Füße kribbelten und zuckten, so, als fasste ich permanent an eine Stromlitze. Die Leute wissen halt nicht, was mit mir los ist, und da ich mich noch immer (meistens) weigere, Herrn Trampel mitzunehmen, sehen die anderen eben auch nur eine torkelnde, junge Frau. Und denken sich ihren Teil. Hätte ich Trampel in der Flosse, also meinen Stock, würden sie sich wohl schon eher einen Reim daraus machen, nach dem Motto: „Oha, aha, da stimmt was nicht!“. Und mich nicht umrennen, ungeduldig ihre Ellenbogen einsetzen, um mich verdammt nochmal endlich aus dem Weg zu rempeln, um verdammt nochmal endlich an den neuesten Lampenschirm namens „MALIN TRÅD“ zu kommen.

So ein Shirt mit der Aufschrift: „Ich bin nicht besoffen, ich hab‘ nur MS!“ wäre eventuell doch mal eine Überlegung wert.

Nicht.

Morgen, nee, heute habe ich einen weiteren Arzttermin. Lust? Nope. Habe letzte Woche einen der drei Termine verschoben, die auf meinem hyper wichtigen Weißkittelzettel standen. Bitte höflichst um Verzeihung, aber es geht mir momentan so auf die Nerven. Morgen, manno…nee, heute wäre ein kleiner Eingriff an der Reihe. Aber ich weiß nicht, ich weiß nicht. Fühle mich plädderich und denke mir, wenn es wirklich wieder so heiß wird, wie angekündigt…also, Donnerlittchen. Dann mag ich nicht zerschnippelt, genäht und verpflastert durch die Gegend schlurfen.

Ich eule jetzt noch ein wenig durch die Wohnung.

Und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.

Schuhu.

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