Unbeschreiblich.

Kolja und Pedro.

Eigentlich unbeschreiblich…ist das, was ich so gerne mit diesem Text ausdrücken möchte. Zu groß die Gefahr, ins völlig Kitschige abzudriften. Ach, was soll’s?

Ihr zwei Herzchen, Lakritznasen, hoffnungslos verliebt in Fleischwurststückchen, Hüttenkäse, die noch so kleinen Joghurtreste im Becher.

Ihr verschmusten, immer gnadenlos ehrlichen, mich spiegelnden, sanften, mit einem göttlichen Humor gesegneten Lebewesen.

Was wäre ich ohne Euch?

Eine Mone ohne Hunde. Und zwar die zwei besten, die es gibt. Auf der Welt. Im Universum und drumherum. Und zurück (damit das auch ganz klar ist).

Eure Augen sagen so viel. Wie gerne wüsste ich mehr als genau, was Ihr denkt, was Ihr fühlt, ob Ihr Euch hier wohlfühlt, was Ihr vor „unserer“ Zeit erlebt habt. Und vor Eurer. Was Ihr von uns Menschen haltet, was Ihr an unserer Stelle in so vielen Situationen tun würdet. Oder lassen. Einfach lassen.

Fühle ich mich an einem Tag mal nicht so wohl in meiner Haut, zerrissen, nicht bei mir, rückt Ihr umso näher an mich heran. Hund links, Hund rechts. Das ist Liebe.

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Zuneigung, Zusammenhalt und Treue brauchen keine Worte.

Liebe braucht keine gesprochenen Worte.

Liebe kann vieles sein.

In Eurem Fall ein Fell so glänzend, wie schwarzes, flüssiges Gold und so weich wie…ja…wie Seide und Samt in einem.

Augen, tiefer als jeder Ozean, so sanft und gütig, dass mir schwindelig wird. Lustig. Wach. Wissend. Ihr wisst so viel. Wahrscheinlich mehr, als manch ein Mensch im Laufe seines gesamten Lebens lernt. Und fühlt.

So tollpatschig Ihr manchmal auch seid, so elegant, pfeilschnell, stolz und edel rennt Ihr. Aber Ihr rennt nicht um Euer Leben, Ihr rennt, weil Ihr lebt. Für das Leben. Und mit dem Wind. Meistens der Sonne entgegen, wenn sie denn scheint, hier im hohen Norden.

Euer Benehmen ist häufig besser als meines. Ihr fallt Niemandem ins Wort, Ihr beschimpft Niemanden, seid nicht nörgelig, nachtragend oder intrigant. Ihr verletzt Euch nicht gegenseitig und zerstört auch nicht Eure Umwelt, unsere Umwelt.

Ihr erkennt, wann es „Zeit“ für welche Stimmung ist, lange bevor ich dies bemerke. Die feinen Antennen, die Ihr Euer Eigen nennt, unterscheiden ein einziges Auto und seine Geräusche, von hundert anderen. Und freut Euch unbändig, wenn dann noch der richtige Mensch aus diesem Auto steigt. Euer Mensch.

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Ihr erinnert Euch an Menschen und Hunde, die Ihr lange Zeit nicht sehen konntet, und freut Euch so überschwänglich, dass einem die Tränen in die Augen schießen. Eure Freude ist immer ehrlich, echt, niemals gespielt. Diese Freude ist einmalig auf dieser Welt. Wie Ihr.

Die Blicke, mit denen Ihr mich anseht, sind warm und vertraut. Niemals zweifelnd oder mit Hintergedanken versehen, die Momente zerstören könnten.

Eure Anwesenheit, Euer Dasein und Eure kompromisslose Zuneigung (ob nun mir, Roman oder dem Stückchen Fleischwurst gegenüber) schafft Momente, die, egal welche Probleme zu welcher Zeit in der Luft liegen, sofort unvergessen zu sein scheinen.

Selbst ohne Leine ist diese Verbundenheit da. Eine Verbindung, die Euch dazu bewegt, keine allzu große Entfernung zu mir aufzubauen, obwohl das möglich wäre. Oft. Jeden Tag. Ihr bleibt in meiner Nähe, immer in einem gewissen Radius, so dass eine Verständigung jederzeit möglich ist. Ohne Druck oder Zwang.

Ihr habt Euch nicht aussuchen können, wo Ihr Euer Leben einmal verbringt. Ihr konntet Eurer Umwelt nie mitteilen, wenn Euch die oder die Menschennase nicht in den Kram passte, oder Ihr ein komisches Gefühl hattet, wenn gewisse Personen in Eurer Nähe waren.

Und nun? Verbringe ich mein Leben mit Euch, und Ihr Eure Leben mit mir. Genau dafür danke ich Euch.

Für das Dasein.

Und das Bleiben.

Und die morgendlichen Weckversuche, die nur dazu dienen, sich gemeinsam zu recken, zu strecken und in den Tag zu kuscheln.

In großer Liebe

Eure Mone

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2 Gedanken zu “Unbeschreiblich.

  1. So schön geschrieben ❤ Ich kann dich so gut verstehen! Mir fehlen die Fellnasen so sehr, aber momentan ist es einfach nicht möglich, einem Hund oder gar einer Katze ein zu Hause geben zu können. Der Nachteil, wenn man mitten in der Stadt wohnt und dann auch noch viel unterwegs ist. Obwohl, ich könnte mir ja nen Chi in die Tasche stecken *hahaha*

    Liebe Mone, ich freue mich sehr, dass diese beiden dich so glücklich machen, dir so viel Freude bereiten und dir deinen schweren Lebensweg ein wenig erleichtern. Freu mich ganz arg darauf, sie mal persönlich zu treffen 🙂

    Drück dich :-*

    N.

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