Sprachschmerz.

Und dann purzeln sie einfach.

Die Worte, nach denen ich seit längerem suche, kämpfen sich nun Stück für Stück ans Tageslicht. Oder voll hinein in den Mondschein, wie man so will.

Leider habe ich seit geraumer Zeit unheimliche Probleme, das zu verbalisieren, was ich denke und fühle.

Früher habe ich viel und gerne gezeichnet, wollte es, anstelle des Schreibens, kurzzeitig mit Farben versuchen, aber das ging in die Hose.

Mir ging es nicht um „schön oder nicht schön“, aber in meinem Kopf waren andere Dinge los, als auf dem Papier.

Blödes Gefühl. Wie ein immer größer werdender Klumpen Buchstaben, der sich nicht ordnen und somit auch nicht auflösen lässt. Frust war das Ergebnis, eine Unzufriedenheit und der vielleicht manchmal zu große Ehrgeiz, zu viel Verbesserung in zu kurzer Zeit erzielen zu wollen.

Je nach Tagesform kann ich darüber lachen, wenn meine Mitmenschen mit mir das fröhliche „Rate mal, was ich Dir damit sagen will“-Spiel spielen. Aber oft ist es einfach nur blöd. Nervig. Und lässt mich dann einfach verstummen.

Was sich auch vermehrt, sind die Momente, in denen ich merke, dass ich unwahrscheinlich viel und viel zu schnell rede. Aber viel reden bedeutet nicht gleichzeitig viel Sinn. Wie ein Wasserfall lösen sich dann über Tage angesammelte Gedanken in wenigen Minuten und wollen nur noch eines: raus.

Sobald ich dann wieder alleine bin, ist mir das unangenehm, wenn nicht gar peinlich. Hinterfrage, was ich so von mir gegeben habe, erkundige mich bei den Menschen, ob ich sie überforderte und nehme mir vor, einfach nur noch die Klappe zu halten.

Keine Lösung, ja. Also, nein.

Dann besuchten mich vor gut sieben Tagen ziemlich dolle Schmerzen, die über die letzte Woche immer stärker wurden. Die Bandscheibe beschwert sich stark, lässt sich aber durch gezielte Wärmeanwendungen wieder beruhigen, sowie durch Profelanauflagen.

Mein Schwedenbitter-Sonnen-Unfall ist am Montag nun über 2 Monate her, aber noch immer nicht ganz verheilt.

Der Trigeminus bringt mich an manchen Tagen, und noch eher in den Nächten, zum leisen Verzweifeln.

In Sachen Asthma darf ich nicht schludern, was die Medikation angeht. Einige Zeit dachte ich, och, das geht auch ohne Spray. Und sofort begann das lustige Giemen und Fiepen. Aber das lässt sich ja glücklicherweise regeln.

Laufen ist das Thema überhaupt. Und für mich eine Belastung, mit der ich lernen muss umzugehen, weil meine Gangunsicherheit sowas von schwankt, im wahrsten Sinne des Wortes. Jeden Morgen frage ich mich, noch im Bett liegend, was an dem jeweiligen Tag wohl so passiert. Mit mir, mit meinem Körper.

Wieder mal hat auch das sein Gutes, und zwar in Punkto Selbstachtsamkeit. Ich beobachte mich, als wäre ich ein Detektiv, der auf sich selbst angesetzt wurde. Nur gratis. So’n Scheiß.

Da ich einige rasante Verschlechterungen bemerke, habe ich heute einen weiteren, letzten MRT-Termin im Jahre 2013.

Eventuell tat meine Aufregung ihr Übriges, dass sie sich einfach in totale Anspannung verwandelte und nun dafür sorgt, dass ich wenigstens ein bisschen wild drauf los formulieren kann. Ein panischer Rausschmiss, quasi. So, als würde eine Eidechse vor Schreck ihren Schwanz abstoßen.

Ich weiß es nicht.

Über den Kälteeinbruch habe ich mich, im Gegensatz zu meiner Bandscheibenfreundin, sehr gefreut. Endlich frische, kühle Luft. Ich freue mich ebenso sehr auf den ersten Schnee, die Hundis mit Sicherheit auch. Wie schön wären weiße Weihnachten. Diese Zeit verbringe ich mit meinen Eltern.

Ich habe keine Ahnung, wann hier der nächste Text entsteht. Dies ist Nummer 90.

Bis dahin wünsche ich Euch nur Gutes.

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Pedro & Kolja – meine Seelenfreunde.

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