Steine.

Soeben war ich damit fertig, den Steinhaufen des letzten Jahres zu einem einigermaßen schönen Gebilde aufzutürmen.

Schön, naja, schön ist vielleicht etwas anderes.

Aber es beinhaltete viel Wertvolles.

Den Willen, erneut durchzuhalten. Ja, der ist da sehr präsent. Vielleicht ist er sogar der größte aller Steine.

Humor, oh ja, was wären wir ohne diese Momente voller Lachen, Situationskomik, tiefschwarze Witze, Albernheiten, Freudentränen.

Angst, Sorgen, teils vielleicht auch Anflüge von Panik, die Furcht vor dem, was noch kommt.

Ein geistiger Schlüssel, eingeschlossen in einem Stein, zählt ebenfalls dazu. Mit diesem Schlüssel verschließe ich, wann immer ich es möchte, die negativ besetzten Schubladen in meinem Kopf. Zu diesem Schlüssel gehört noch ein riesengroßes Stoppschild, welches ich bei Überforderung und Im-Kreis-Dreh-Grübeleien hoch, noch höher halte und unterstützend „STOP“ rufe.

Eintritt für Negatives verboten – Positives herzlich willkommen.

Licht. Egal, wie dunkel es wird, meine kleine Taschenlampe funktioniert immer.

Der Zweifel an mir selbst. Welch großer Stein, ach…was kann ich noch? Wo sind meine Fähigkeiten hin? Mein Spiegelbild…wer bin ich? Und…wer bist Du?

Noch vieles, vieles mehr liegt nun in und auf diesem Steinhaufen.

Aber eines umrandet ihn sogar noch. Davon steckt in jedem Stein ein kleiner Teil. Ohne sie hätte ich keinen Tag überstanden, möchte ich behaupten. Felsenfest. Sie gibt mir Kraft, sie trägt mich, sie verbindet mich mit meinen Mitmenschen, unseren wundervollen Tieren. Sie zeigt mir, dass es immer, immer einen Grund gibt, weiterzumachen. Hebt den Finger, wenn ich drauf und dran bin, zu hassen, wenn ich einem Verlust viel zu lange nachhänge, und es selbst nicht mitbekomme. Sie schenkt mir Wärme, Mitgefühl, Empathie, den weichen Blick auf die harten Realitäten. Erinnert mich daran, was mich ausmacht. Wer ich bin. Was ich kann.

Die Liebe.

Steine, die mir in den Weg gelegt werden, haben natürlich etwas Gutes.

Die halten mich in Bewegung. Ich bin viel zu neugierig, als dass ich vor solch einem Steinhaufen lange stehen bliebe. Ich will wissen, was danach kommt, wer sich dahinter verbirgt, wer ich bin, auf dem Weg hinter den Steinen. Also räume ich sie beiseite. Währenddessen betrachte ich jeden einzelnen Stein. Pausen ausnutzen. Reflexion. Was war? Wie habe ich mich entwickelt? Durch welche Lektionen habe ich mich erfolgreich, clever, überlegt durchgeschlagen? Tapferkeit.

Nun, zu Beginn des neuen Jahres, liegt ein neuer, fast sauber gefegter Weg vor mir.

Dachte ich.

Doch dann plumpste ein Stein auf meinen Weg, den ich so schnell, jetzt, nicht erwartet hätte. Abhängigkeit. Erneut geht es für mich auf eine mir bekannte Reise, und doch ist sie noch völlig neu, ungewiss, beängstigend.

Also sammle ich alle mich stärkenden Elemente der Steine, Steinchen, Steinbrocken zusammen, und begebe mich auf den Weg. Meinen Weg.

Er wird gut, was immer auch geschieht.

Denn ich gebe mein Bestes.

Das verspreche ich mir.

 

 

 

 

 

 

 

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