Luft.

Als ich heute aufwachte, schien die Sonne durch die Fenster – schön und grausam, die haben das Putzen mehr als nötig.

Gestern war die Teampremiere von Sabines Film „Kleine graue Wolke“.

Einige Zeit vorher stellte sich heraus, dass ich sehr wahrscheinlich nicht teilnehmen kann.

Einer meiner Hunde war akut sehr krank, mir ging es miserabel, und so bat ich meine Eltern schweren Herzens, alleine hinzufahren, was Sabine, so wunderbar, wie sie eben ist, auch sehr willkommen hieß.

Meine Eltern kamen sehr berührt und begeistert zurück, erzählten viel und so war die Traurigkeit nicht mehr allzu groß – da der Tag für alle Beteiligten offensichtlich ein sehr wunderbarer war. Zudem erholte sich meine Maus über das Wochenende sehr gut, was mir ebenfalls seelischen Aufwind verschaffte.

Ich freue mich, den Film auch bald sehen zu können. Und ebenso auf die Möglichkeit, all die lieben Menschen irgendwann, irgendwo sicher noch einmal treffen zu dürfen. Falls Ihr das lest, ich grüße und drücke Euch ganz herzlich.

Heute morgen verabschiedete ich mich von meinen Eltern, die nach dem Frühstück zurück ins Sauerland fuhren.

Roman und ich machten uns mit den Hunden auf den Weg in den Wald.

Die Luft, die ersten Frühlingsboten und vor allem die Sonne, das Licht und der blaue Himmel taten unwahrscheinlich gut.

Die penetrant knabbernden Sorgen flogen seit langer Zeit mal für ein Weilchen fort, mein Kopf wurde frei und leicht, und wir genossen den Tag, den ich als sehr heilsam empfand. Dieser braun-graue, schwere, muffelige, belastende und mich erdrückende Stressschleier wurde Stück für Stück abgelegt.

Jedoch spüre ich noch mehr als in den Wochen zuvor, dass ich Luft brauche. Eine Auszeit, ein „weg hier“, raus aus dem „Immer“.

Meiner Meinung nach ist es sehr ungesund, auf Dauer eine gewisse Reizarmut zu erleben, gegen die selbst 3 gelesene Bücher in der Woche, neu erkundete Orte, wenn auch im nahen, heimatlichen Radius und erfrischende Telefonate und / oder Treffen mit lieben Menschen nicht ankommen.

Irgendwann hilft nur noch ein Tapetenwechsel, und wie auch immer der aussehen mag…ich bin mir sicher, dass er mir die Offenheit, den Blick und den Mut für das bessere Vorankommen zurückbringt.

Bewusster Rückzug tut gut, und so teilte ich sinngemäß heute einigen Freunden, Bekannten und Facebook’lern mit, dass (neben meinen Mäusen) in der nächsten Zeit folgende drei Buchstaben ganz oben auf meinem BITTE-ACHTEN-LIEBEN-UND-PFLEGEN-Zettel stehen: ICH.

Mit einem lieben Dank. Und besten Wünschen.

Selbstverständlich.

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