Aura.

Da laufe ich monatelang, wenn nicht sogar jahrelang durch die Weltgeschichte, und schaue mir hauptsächlich auf die eigenen Füße.

Kurzer Blick nach links, kurzer Blick nach rechts. Guckt auch bloß keiner?

Und dann das.

Ich werde verletzt, an sich keine schöne Sache. Jedoch bewirkt dieser Schmerz, der über einen wirklich langen Zeitraum durch meinen ganzen Körper zuckt, dass ich mich wieder spüre. Ja, mich gibt es auch noch. Meine Bedürfnisse, meine Vorlieben, Ansichten. Meine Gefühle, die bis dato auf einen stummen Level heruntergeschraubt wurden – von mir selbst.

Plötzlich wachse ich um einige beträchtliche Zentimeter, trage den Kopf wieder auf, und nicht zwischen meinen Schultern. Schaue mich um, sehe mehr, als nur links und rechts.

Als hätte eine Raupe vergessen, ihren Kokon auch irgendwann einmal zu verlassen – welche Energie, welche Selbstliebe und, du meine Güte, welche Neugier, welcher Mut und Humor plötzlich wieder ans Tageslicht kommt.

Nicht nur mir fällt auf, dass ich wieder scheine. Ein wahres Leuchtfeuer entsteht, lockt neue Menschen an, wie Motten, die in der Nacht um einen Leuchtturm fliegen – okay, den Satz streichen wir, der trieft vor Kitsch.

Ne, aber, ist so. Bin ja nicht sooo der Typ, der wöchentlich bedacht darauf ist, neue Bekanntschaften zu machen, woll. Aber die, die sich zur Zeit ergeben…sind…ich sage mal…prima.

Eine Freundin, die ich ein paar Monate lang nicht sah, sagte neulich zu mir: „Also, Du hast plötzlich eine Aura…also! Hui!“

Hui, da wurde ich rot.

Erröten gehört sowieso neuerdings zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, darin bin ich echt gut, mittlerweile. Ich kann nämlich nach wie vor nicht mit Komplimenten umgehen.

Da ich seit einiger Zeit teste, ob ich in Sachen Flirten etwas ver- oder gar dazugelernt habe, wird diese Unfähigkeit Komplimente an- und aufzunehmen ganz schön auf die Probe gestellt.

Ein Minipipifetzenschritt für die Welt. Ein Mammutschritt für Mone.

Mal schauen, wie lange dieser Mut, diese wirklich beherzte Selbstliebe andauert.

Jedenfalls tut es mir gut, im Jetzt und Hier. Eine kleine, ganz eigene Marktlücke ist das nun, die meiner Seele den Hintern pudert. Denn es läuft sich viel besser, erhobenen Hauptes. Man sieht Schlimmes, sowie auch Schönes eher, deutlicher, kann ausweichen oder voller Freude hinlaufen. Auch mit einem Trampel im Schlepptau.

(Eben. Trotz Tante MS, aber die muss einfach mit. Pech jehabt, würdsch mal sagen.)

Ich wünsche Euch eine gute Zeit.

 

 

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