Verliebt.

Das, was ich seit geraumer Zeit übe wie eine Irre, gelingt mir seit einigen Wochen sehr, sehr gut:

Ich genieße Augenblicke. Ebenfalls wie eine Irre.

Augenblicke, die teilweise so hauchdünn geschnitten wurden, dass sie aufblühen, während ich einatme, und bereits wieder verwelken, wenn ich ausatme.

Wimpernschläge nenne ich diese Mikrozeitabschnitte auch ganz gerne.

Ab und an dehnt sich ein solcher Wimpernschlag auch mal über Minuten oder gar Stunden aus. Mit ein wenig (jaja, schon wieder) Übung lässt sich das prima meistern.

Und je tiefer man ein- und ausatmet, desto intensiver kann der eigene Körper sowie die eigene Seele diese pure, positive, tolle Energie wahrnehmen, decodieren, sich einverleiben, inhalieren, speichern, was auch immer.

Viele Menschen sagen dann, sie zehren wahrhaftig noch lange, lange von diesen Momenten. Zu denen gehöre ich übrigens auch.

Allerdings stellt sich mir die Frage: von was genau erzählt man denn da so begeistert seinem Umfeld?

Sind es die nicht in Worte fassbaren Gefühle, das Glück, eine Art Seelenheil, Zufriedenheit, stoische Ruhe, unerschütterliche Zuversicht, Mut, Tapferkeit, das stetige Vorhandensein von Gedanken wie:

Und erneut stand ich heute morgen auf – ohne zu wissen, wer oder was mich heute wieder vom Hocker reißt. Ohne zu wissen, ob mein Körper die geplanten Tagesziele und -spiele ebenso erreichen und spielen will, wie ich. Ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Sitze ich am Folgeabend zufrieden in einem Cafe? Liege ich neben einem Herzensmenschen im Bett und genieße seinen unfassbar angenehmen Geruch? Stehe ich am Strand, schaue auf dieses mega kitschige, aber mich so unwahrscheinlich beruhigende Glitzern auf dem Meer? Oder besuche ich mal wieder meine Stammstation im örtlichen Krankenhaus – Bämm.“ ?

Diese Wimpernschläge passieren SO, wie sie passieren, egal, wie sehr sie sich ähneln mögen, nur ein einziges Mal. Man darf traurig sein, dass dieser oder jener Augenblick Geschichte ist, aber man darf noch viel gerner (das Wort gibt es gar nicht, was?) glücklich, oder auch nur positiv gestimmt sein, dass er geschah.

Zu viele Gedanken im Gestern, noch viel mehr zu viele Gedanken im Morgen.

Nee, das gewöhne ich mir ab. Umsicht und gesunde Allgemeinprophylaxe, Weitsicht und Bedacht in allen Ehren – niemals werde ich meine Grübelnächte völlig verschlafen können.

Aber diese vielen Jetzts und Hiers sind einfach nur wundervoll, egal ob mega oder mikro.

Und dann stelle ich einfach mal fest, voll toll im Hier & Jetzt:

das ist mein Leben, und das lieb‘ ich.

Mega.

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