Perlenfädeln.

Es ist spät am Abend und ich habe mal wieder große Lust auf Basteln.

Also schnappe ich mir meine Utensilienboxen, das nötige Werkzeug und setze mich, beschallt von feiner Musik und mit einem leckeren Pukka-Tee vor meiner Nase, an den Küchentisch.

Schlüsselanhänger sollen entstehen, die Leder- und Jutebänder sind unterschiedlich stark und lang, die Perlenöffnungen teilweise nur 2 mm breit. Von Zeit zu Zeit zittern meine Hände, als würde ich sie schütteln. Meine Augen kneife ich immer öfter zu, um sie nach diversen Doppelbildern zu entspannen.

Ja, gerade an solch zittrigen Tagen greife ich zu eher filigranen Aufgaben, die die Feinmotorik trainieren (sollen). Danach könnte ich zwar problemlos einige Stunden als Cocktailshaker arbeiten, aber gut.

Das gleiche Prinzip tut mir bisher recht gut, sobald ich merke: „Ouh, heute sind meine Beine irgendwie ohne mich im Bett geblieben.“

Raus an die frische Luft, und langsam voran. Langsam? Sehr langsam. Aber: voran.

Der Trick für mich an der Sache ist der, dass ich mir, während ich Dinge tue, die angeblich gerade unmöglich scheinen, nicht einrede, ich würde für gute Tage und gute Zeiten bestraft.

In der Tat ist es nämlich so, dass es mir meist nach den Tagen schlechter geht, an denen ich meine Seele lüfte, sie quasi ordentlich wasche und zum Trocknen der Sonne, dem Licht und wohl dosierter Wärme aussetze. Soll heißen: ich lasse mich in einigen (immer seltener werdenden) Fällen gedanklich dazu verführen, schöne Zeiten nicht ausreichend zu genießen, weil bisher „danach“ immer ein Klopper angerauscht kam.

Gehemmtes auf der Lauer liegen, liebes Leben.

Jedoch können tolle Ergebnisse hier überaus prima motivierende Belohnungsmomente schaffen. So freue ich mich über die gelungenen Anhänger, über die 10 gelaufenen Meter mehr, als ursprünglich gedacht, und schöpfe meine Ressourcen einfach voll aus.

Gibt es Etwas, das Ihr einfach liebt, aber nicht mehr in dem Ausmaß machen könnt, wie früher?

Ich freue mich über Eure Mails.

Gute Nacht.

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