Ein Jeder strebt.

Warum gibt es Menschen,

…die andere als „zickig“ betiteln, nur weil diese frei äußern, wenn sie etwas nicht wollen, sich verletzt fühlen oder einer anderen Meinung sind?
…die anderen jeglichen Raum zum atmen nehmen, obwohl sie für sich selbst den größtmöglichen Freiraum einfordern?
…die andere als primitiv oder naiv bezeichnen, nur weil sie sich selbst nicht auf andere Denkweisen einlassen können?
…die anderen unterstellen, völlig kritikunfähig zu sein, obwohl sie selbst nur nach einem (für sie) positivem Feedback streben und anderen andauernd ungefragt mitteilen, was sie von ihnen halten – egal, konstruktiv oder nicht?

Gibt es da einen Mangel? Oder einen Überschuss? Haben solche Beispiele, wie die oben genannten, überhaupt zwangsläufig etwas mit einem Ungleichgewicht zu tun? Da müssten wir ja, eigentlich, alle gleich ticken, im „Normalfall“.

Ja, ich verstehe die Menschen, die sich getreu dem Motto „Ich bin reif für die Insel – und das für immer, nur für mich alleine“ einige Wochen im Jahr völlig zurückziehen, um einfach für sich zu sein.

Vieles, wenn nicht sogar Alles, ist einfach eine Sache der richtigen Kommunikation, der Ton macht die Musik.
Es ist schwierig, geschriebene Worte, ohne jegliche greifbare Emotion, Gestik oder Mimik, immer korrekt zu verstehen. Gerade, wenn die eigene Tagesform nicht gerade die angenehmste ist.
Knallt eine andere, ebenfalls nicht so knorke Tagesform auf die eigene, wird es eventuell noch schwieriger.

Aber Menschen, die dann noch lustig in diverse Kerben hauen, anstatt kurz vor knapp noch zu merken, dass Zurückhaltung oder einfach ein „Es ist okay so“ angesagt ist, verstehe ich nicht mehr.

Alle reden von Empathie, emotionaler Intelligenz, Toleranz und Akzeptanz.
Jedoch befürchte ich, dass der Großteil der Menschen nicht einmal weiß, wo man diese Begriffe überhaupt ansiedelt, und was da, für uns alle, für eine Wucht und Wichtigkeit hintersteckt.

Vielleicht oder eher mit Sicherheit lebt dieser Großteil nicht unbedingt schlecht oder schlechter als die, die sich bewusst damit beschäftigen und ihr Gegenüber wirklich sehen, anstatt es nur anzugucken.
Bin mir jedoch sicher, dass gen Ende ein Jeder mal ins Grübeln kommt, was er rückblickend zu wenig oder zu viel besaß.

Vielleicht spätestens dann, wenn diese Menschen auf dem Sterbebett an eine Pflegekraft geraten, die ihnen ihre eigene Kälte, Gleichgültigkeit und verletzende Art spiegelt.

Auf dieses „Warum“ vom Anfang des Textes gibt es natürlich kein zufriedenstellendes „Darum“, was wie aus der Pistole geschossen angeflogen kommt.
Jede Entwicklung, jede Denkweise, jede Ansicht ist anders, und sei es nur in klitzekleinen Facetten.

Aber schön wäre es doch, wenn selbst die größten Egoisten den kleinsten, möglichen Teil an Mitmenschlichkeit in sich tragen würden.

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