Knutschen, Kichern, Kullern.

Das neue Jahr ist da.

Schon ein paar Tage alt, begann es bei mir in einer eigenartig angenehmen Ruhe, die ich bisher als Anti-Fan der Jahreswechselstimmung nicht kannte, mir allerdings teilweise auch selbst wieder zerstörte.

Grübelattacken die sich nachts meldeten, konkurrierten mit den verkrampften Fußsohlen und meinem Flatterarm.

Irgendwie gab es einen gemeinsamen Zieleinlauf. Keiner gewann eindeutig.

Was käme in Frage, um diesen Spiralen zu entfliehen? Ablenken ist doch fast wie weglaufen. Und das wiederum löst keine Probleme.

Scheiß drauf, ich brauche eine andere Fadenstärke für meine durchrockten Synapsen, andere Farben im Kopf und überhaupt fürs Drumherum.

So beschloss ich, in den ersten drei Tagen des neuen Jahres drei Dinge zu tun, die ich schon länger nicht mehr tat. Und zwar intensiv.

Per Voicemail und Telefonat alberte, kichererbste ich mit einer Freundin herum, bis wir vor Lachen flennten und uns gegenseitig nicht mehr verstanden. Sehr wohl im positiven Sinne nicht mehr verstanden. Kennt Ihr Lachyoga? Definitiv einen Versuch wert, wenngleich für meinen Geschmack auch nicht unbedingt in einer größeren Gruppe nötig.

Ich traf mich mit einer überaus sympathischen, männlichen Bekanntschaft aus 2014 und knutschte einen Abend durch bis zur völligen Schnappatmung. Für vollere Lippen braucht es nicht zwangsweise kosmetische Booster – geschickt angeregte Durchblutung durch Fremdlippeneinwirkung bringt ein erstaunlich aufgepolstertes Ergebnis zum Vorschein. Allerdings mit Wiederholungspflicht. Zu Risiken und Nebenwirkungen…

Am Elb- und Ostseestrand kullerte ich durch den Sand. Freiwillig, ohne pathologischen Anstoß durch Tante MS. Leider fehlt irgendwie in diesem Winter der Schnee, in und auf dem macht so ein Rumgekullere noch viel mehr Spaß. Naja, was nicht ist, kann ja noch werden. Über ein paar Flocken durften wir uns ja bereits freuen, und ich beneide gerade alle, die die weiße Pracht vor ihrer Haustür bestaunen und beiseite räumen dürfen. Genießt das; bald ist’s wieder Sommer und da schneit es ja eher selten.

Das scheinen für die meisten Menschen so ziemlich normale Zeitvertreibe zu sein. Für mich eigentlich auch. Eigentlich.

Kichern, knutschen, kullern.

Aber wenn man etwas so Normales einen gewissen Zeitraum völlig meidet, vergisst oder einfach nicht macht, schmeckt man förmlich wieder das Besondere darin.

Zum Glück. Endlich.

Schön war’s.

 

 

 

 

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2 Gedanken zu “Knutschen, Kichern, Kullern.

  1. Das klingt nach einem phantastischen Jahresanfang! Wünsche Dir, das Du auch weiterhin kichern, knutschen und kullern kannst!

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