Verspannt wegen Überfüllung.

Seit einer Woche schlafe ich extrem schlecht, noch schlechter als sonst eh schon.
Ich weiß, woran es liegt.
Allerdings dauert es leider eine Weile, bis ich meine Schlafgewohnheiten wieder in die annähernd normale (Bett-)Position gerückt habe.

Da mir meine Schmerzattacken in solchen Zeiten viel ärger auffallen, mich härter treffen, mehr schaffen und zum Weinen bringen, obwohl sie wahrscheinlich die gleiche Intensität besitzen, wie sonst auch, frage ich mich, ob ein Sinn in unserem Leben darin besteht, uns selbst schmerzfreie Zeiten zu bescheren.

Wir kommen auf die Welt, ein schmerzlicher Prozess.
Wir gehen von dieser Welt, ein ebenso schmerzlicher Prozess.
In vielerlei Hinsicht – verstrickt, verbunden mit anderen schmerzlichen Prozessen.

Was ist dazwischen?
Wäre da wirklich dieses leere Blatt, welches wir selbst, nur wir alleine, bemalen und beschriften können, habe ich wohl ziemlichen Bockmist gebaut.
Wann auch immer.

Die letzten zwei Sätze dürft Ihr gerne mit einem Augenzwinkern lesen, ist genehmigt.

Manchmal, und aktuell ist das so, fühle ich mich mir zu nah.
Ich schaffe es gerade kaum, diesen gesunden Abstand zu gewinnen, den ich in Katastrophenlagen sonst von mir selbst nehme. Die hart erarbeitete Distanz, die nötig ist, um mir selbst über den Rücken zu streicheln und mir zu sagen: „Atme durch, guck, so…aus und ein. Trink was. Schlaf ein bisschen, oder leg Dich wenigstens hin. Das wird, das wird.“

Es klappt nicht.
Noch immer ist Januar, und da ich seit meinem 30. Geburtstag unterschreibe, was meine Oma immer sagte („Irgendwann kommt ein Punkt, an dem die Tage, die Monate und die Jahre einfach nur noch an einem vorbeifliegen, wenn man nicht aufpasst„), gehe ich gedanklich jeden Januar der letzten 5 Jahre durch.

Drei Todesfälle. Ein Bandscheibenvorfall. Ein Unfall.
Das, was sich nun alles jährt, kommt ja mit in jeden neuen Januar.
Wie bei „Ich packe meinen Koffer, und nehme mit…“
Irgendwie kein Wunder, diese Schulterverspannungen, dieses Kopfbrummeln, Ohrensummen, an den Fingern rumniggeln, mit den Füßen wippen und was weiß ich nicht alles. Nachts merklich doller, als tagsüber.

Ganz schön voll, dieser Januar.
Das Gepäck in diesem Monat drängt mich in irgendeine Ecke. Und da wundert es mich, dass ich von mir selbst Abstand suche?
Ob neben all dem irgendwann kein Platz mehr für mich ist? Mit den guten Sachen, den lebendigen, unfallfreien, gesunden?

Die Natur macht das perfekt. Seegräser, Bäume, Sträucher…kommen sich kaum in die Quere, egal, wie nah sie sich auch stehen.

Ich befürchte, den muss ich mir selbst schaffen, diesen Platz.
Wie, das weiß ich erst annähernd.
Eins ist klar: Seelenzucker muss her.

Dringend.

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