Entladen.

Loslassen, immer wieder dieses loslassen.

Bei 99% derer, die irgendwelche bereits ausgenudelten Sprüche zu diesem Thema posten (womit wir schon beim Thema sind), bin ich mir sicher, dass sie weder Sinn noch Unsinn darin erkennen.

Wieso nicht mal festhalten? An Dingen, Werten, ja, an dem, was wichtig ist. Für uns, für Dich, für mich.

Ich entlade gerade. Es begann mit dem Entladen des Autos – viel zu viel drin. Leichter ist besser, spart Sprit und Kraft. Und sieht besser aus. Fühlt sich auch besser an. Weiter ging es zuhause, Schubladen und Regale wurden entladen, geordnet, sortiert und dann wieder wunderbar fluffig einfach bestückt.

Ich schaute so durch meine „Freundesliste“, und zwar meine ich die Kontakte auf meinem Smartphone. Früher konnte ich all diese Menschen, die MIR wichtig waren, namentlich manuell eintippen, samt ihrer Nummern. Heute macht das die Cloud, die virtuelle Intelligenz oder was weiß ich wer für mich – ganz automatisch. Dass ich das aber vielleicht gar nicht will, automatische Vernetzung und so, juckt „die“ nicht. Also: entladen. Gezielt, auch wenn mich das einige noch sehr lebendige Nervenzellen kostete.

Nun, Facebook geht mir seit geraumer Zeit auf die Nerven, an die Nerven. Mit einem einzigen LIKE kannste Jemandem den Tag retten, oder völlig versauen, wenn es „falsch“ gesetzt, also deplatziert, ungerechtfertigt und ungefragt (ja, Ihr lest richtig) angeklickt wurde. Nee, meine Güte. Was habe ich denn für Gedanken, was sind das für..öhm…Sorgen?! Und das noch viel Erschreckendere: das sind nicht nur meine.

Ja, ist alles gut und fein und modern und so.

Aber das Fass lief über, als Facebook mein Profil aufgrund meines „Phantasie-Nick-Namens“ sperrte. Gute zwei Tage lang ohne Facebook – was war das herrlich! Zu Beginn ein kurzer, kalter Entzug.

Denn in der Mittagspause mal kurz nachgucken, was Lieschen Müller in IHRER Mittagspause so anstellt, war schon reizvoll hoch drölf. Schnell entfaltete (entlud) sich ein richtig gutes Gefühl. Freiiiiiiiheiiit…

Das hielt an, aber es kam Böses auf mich zu. Nachrichten, Vorwürfe, Beschimpfungen. Wie konnte ich es wagen, nicht meiner Wolken-Kontakt-Liste Bescheid zu geben, was da denn vor sich ging. Und zwar von A – Z. Das verlangt der gute Facebookton. Verdammichnnocheins. Schluß, Ende, Aus. Ich mag das nicht mehr, nicht mehr so.

Deshalb lege ich vorerst die „meine7leben“-Facebookseite auf Eis. Bitte: wenn Ihr weiterhin Kontakt halten möchtet, und dies bisher ausschließlich über besagte Facebookseite umgesetzt habt, schickt mir über diesen Blog eine Email. Das geht auch, und zwar ganz wunderbar leicht. Ich grüße Euch, danke Euch für Euer Verständnis.

Alles Liebe und bis bald, genau hier, oder dort… …Wolken sind in echt sowieso viiiiel schöner.

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Ein Gedanke zu “Entladen.

  1. Liebe Simone, wieder ein ganz tolles sehr gut getroffenes Thema. Damit sprichst Du mir aus der Seele. Ich würde gerne Kontakt halten und gerne außerhalb von Facebook. Sonnige Grüße Kirsten

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