Neben sich.

Und dann sind da wolkenschwere Zeiten, die so angeflogen kommen.

Da fühlt sich die Seele an, wie eine verregnete Windschutzscheibe, deren Scheibenwischer kaputt ist. Kalt und verschwommen.

Oder das „H“ inmitten der Tastatur, welches weder vor, noch zurück kann. Es klemmt.

Wie eine Glühbirne, die zwar in der Fassung hängt, die aber keine Verbindung mehr hat, um leuchten zu können. Durchgebrannt.

Vielleicht auch wie das kantige Schlagloch auf der Straße, über das die Fahrzeuge mit voller Wucht drüberbrettern. Und weiterfahren.

Neben sich stehen, da passt was nicht.

Halt solche Zeiten, eben.

Manch eine Reparatur dauert länger.

Oder lange.

Manch eine Seele öffnet sich auch zu den unmöglichsten, möglichen Zeiten um zu sagen: „Jetzt, hier, ja. Ich bin so weit. Nimm‘ das Elend, das vergangene, und mach‘ was draus. Ich bin soweit, auch wenn es schmerzt. Lerne, leide vielleicht auch. Leide und lerne. Und dann flick‘ mich wieder zusammen, uns. Nur zusammen funktionieren wir.“

Wie wichtig die Langsamkeit bloß ist, so wichtig.

So Zeiten eben.

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