200.

Zweihundert Texte in etwas mehr als 3 Jahren.

Irgendwie wollte ich einen feierlicheren, strahlenderen Zweihunderter zaubern. In dem ich Menschen danke, Liebeserklärungen mache, die Buchstaben vor Kitsch nur so triefen und so fort.

Das, was Du gleich liest, ist relativ unzauberhaft.

Ich befinde mich nach wie vor in einer totalen Müdigkeit, bin matt, wie hinter Milchglas mit ein bisschen Watte drumherum.

Meine Gesichtsnerven können sich nicht entscheiden, ob sie brennen, taub sein oder penetrant reißen und hämmern sollen. Das macht so müde. Das macht so matt.

Traurig auch.

Vielleicht ist genau das der Sinn meiner persönlichen 200. Denn durch die und mit der MS startete dieser Blog. Sie war der Auslöser, dass ich begann, mir vieles von der Seele zu schreiben. Angeschubst von außen, dass ich eventuell andere erreichen könnte, die ebenso fühlen. Wenn auch ganz anders. Trotzdem eben ebenso.

Gehörst Du auch zu den Melancholie-Silvester-Erlebern? Oder bist Du so ein Feiertierchen? Oder beides? Bei mir überwog schon immer die Melancholie. Silvester war noch nie meins, weil’s Silvester ist.

Ich sah das als normale Nacht an. Ja, guuut…lauter als sonst, überall knallt es, es glitzert und die Straßen sind neblig vom Feuerwerk und der Krachmacherei. Die Menschen drehen im besten Falle am Rad und im schlimmsten einfach durch. Deshalb nutzte ich diese Nacht, als ich noch jünger war, zum Arsch aus der Hose feiern.

Augen zu, Ohren auf, Füße einfach machen lassen.

Das würde ich mal wieder gerne tun. Ja, vielleicht ist das sogar der einzige feste Vorsatz für dieses Jahr: Silvester tanzend verbringen. Trotz oder gerade wegen der Melancholie, die mich betrunken macht, die, so schätze ich, diesmal ein wenig zu lange anhält, die sich vernetzt und verheddert mit Umständen, die auch mit ihr zu tun haben – aber nicht mit Silvester.

Entfrickelt und geordnet kann das Netz so bald wie möglich irgendwo rumhängen. Da bleibt’s dann, denn Silvester möchte ich tanzen.

Mindestens zweihundert Minuten lang.

Hallo 2016.

 

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