Schlafen. Essen. Atmen.

Stehenbleiben.

Wenn die Welt um mich herum so düster wird, dass ich die Hand vor Augen nicht mehr sehe, wird’s kritisch.Nachts ist das wohl in Ordnung, aber Dunkelheit inmitten von Sonnenschein, Lagerfeueratmosphäre oder neben der Schreibtischlampe sitzend ist kritisch.

Was passiert mit mir.

Sovieles staut sich an. Sovieles, von dem ich dachte, das wuppe ich. Das wird schon. Es ist an-verarbeitet. Ja, gut. Aber nicht abgearbeitet. Nicht verdaut, es hängt noch irgendwo im Körper rum. Im Bauch. Und im Kopf.

Mein Herz.

Dieses Gefühl, als würde ich innerlich vor Traurigkeit und Mutlosigkeit und Hoffnungslosigkei zerreissen. Nicht nur einen Tag lang. Eine Woche. Oder einen Monat. Sich nicht gebraucht und gesehen fühlen. Plötzlich ist alles, was ich anpacke, falsch und schief. Und ich? Untröstlich.

Ich bin untröstlich.

Doch der Gedanke „Das geht schon vorbei“ wandelt sich zu einem „Wann geht das nur vorbei“ und wird dann ein zähes „Das geht niemals vorbei.“

Warum.

Passieren Dinge nach Plan oder nicht? Lerne ich wirklich aus allem, was mir widerfährt? Gehe ich mit meinen Katastrophen gut dosiert um oder mute ich mir manchmal bis zu oft viel zu viel Negatives zu? Will ich zu schnell wieder aufstehen, den Staub aus den Kleidern schlagen und die nervige, viel zu oft oft erwähnte Krone richten?

Liegen bleiben.

Es reicht. Es reicht an schlimmen Dingen. An Hiobsbotschaften. An Angst und Schrecken. Ich mache den Fernseher aus und die Augen zu. Lege mich genau dort noch einmal hin, wo ich stürzte und horche in mich.

Was will ich?

Heil werden. Ganz werden. Den Druck loswerden. Die, die über mich lachen loswerden. Die zu hohen Erwartungen für diesen einen Moment loswerden. Ich schaffe es jetzt nun einmal nicht, drei Stufen auf einmal zu nehmen. Ich möchte Ordnung, Ruhe, Zeit zum Genesen, soweit dies möglich ist.

Kleine Schritte. Kinderschritte.

Ich möchte wieder zurück zu mir. Lachen…und das ganz laut. Lachen…und das ohne im nächsten Moment innehalten zu wollen um zu weinen, weil meine Angst vor dem Morgen mich erdrückt.

Schlafen. Essen. Atmen.

Was braucht es um zu überleben? Ruhezeiten, Nahrung und Sauerstoff. Diese Grundbedürfnisse sind erfüllt und werden gestillt. Ich baue mir mein inneres Haus neu, diesmal nur schon mit bereits vorhandenen Ressourcen, mit mehr Wissen. Und genau das ist der Plan.

Genau das.

 

(Für E.)

 

 

 

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